Welche Auswirkungen hat das lange Sitzen im Büro?

Ist es dir schon mal passiert, dass du im Büro saßt und von Kollegen oder Kolleginnen eingeladen wurdest, in der Pause draußen mit ihnen eine rauchen zu gehen? Aber du hast dankend abgelehnt, da du deiner Lunge das nicht antun willst? Was ist nun, wenn wir dir sagen, dass sitzenbleiben sogar noch schädlicher für deine Gesundheit ist als das Rauchen? Wir wollen natürlich niemanden dazu auffordern zu rauchen. Was wir sagen wollen ist, dass diverse Studien mittlerweile belegt haben, dass langes Sitzen im Büro tatsächlich sogar noch größere negative Auswirkungen auf deine Gesundheit haben kann als das Rauchen. Das wird gemessen an der Verringerung der Lebenserwartung im Durchschnitt. Welche genauen Auswirkungen das sind und wie man diesen effektiv entgegenwirken kann, erfährst du hier!

Auswirkungen auf deine Gesundheit

Das Fatale am langen Sitzen im Büro ist, dass es nicht hier seinen Anfang nimmt. Denk einmal darüber nach, wann du innerhalb deines Alltags sitzt: Ziemlich oft, oder? Sei es am Frühstückstisch, im Auto oder in der Bahn auf dem Weg von oder zur Arbeit, auf dem Sofa vorm Fernseher nach einem anstrengenden Tag oder in einem Restaurant mit Freunden. Wir sitzen gefühlt fast nur. Im Büro Tätige haben eine durchschnittliche Sitz-Zeit von circa 11 Stunden pro Tag – das ist fast der halbe Tag! Und das kann sich ganz schnell negativ sowohl auf dein physisches als auch dein psychisches Wohlbefinden auswirken. Wie, fragst du?

Chiron-Center Welche Auswirkungen hat das lange Sitzen im Büro?

Du kennst doch bestimmt das Gefühl, wenn du lange in einer Position verharrt hast und dich dann plötzlich wieder bewegst. Und sei es auch nur ein bisschen, beispielsweise von einer aufrechten Haltung in eine vorgebeugte, um deinen Rücken vermeintlich zu entlasten. Ja, richtig gelesen – vermeintlich. Denn was hierbei in deinem Körper passiert, ist alles andere als entspannend für diesen. Im Gegenteil, es ist Schwerstarbeit: Sobald du dich nach vorne beugst, beugt sich dein Kopf unweigerlich mit dir. Wäre auch sehr komisch und vermutlich extrem unbequem, wenn nicht. Trotzdem, dadurch dass du deinen Kopf mitbewegst, lastest du deiner Halswirbelsäule ganze 5 kg Druck mehr auf!

Beispiel:

Das ist etwa so, als ob ein circa zweimonatiges Baby von deinen Faszien, Sehnen und Bändern getragen wird. Eine sehr verantwortungsvolle, aber auch belastende Aufgabe. Verharrst du nun in dieser Position, suggerierst du gleichzeitig auch deinem Körper: Okay, wir bleiben so! Und auf dieses Kommando hören deine Muskeln, Faszien, Bänder, Sehnen und Knochen. Um das sicherzustellen, verhärtet sich dein Inneres, sodass es sogar zu Faszienverklebungen und Muskelbeschwerden kommen kann.

Durch zu wenig Bewegung verkümmern deine Muskeln quasi, da sie ja nicht gebraucht werden. So erschlafft deine gesamte Muskulatur auf die Dauer, vor allem im Bauchbereich, da dieser am seltensten genutzt wird. Deine Faszien werden stark überlastet, wodurch es zu der zuvor genannten Verklebung kommen kann und auch deine Verdauungs- und Atmungsorgane leiden unter dem Bewegungsmangel. Das kann zu einen erhöhten Diabetesrisiko sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Aber nicht nur dein Körper beschwert sich dann, auch deine Psyche wird sich bemerkbar machen. Generell ist zu wenig Bewegung Gift für dein mentales Wohlbefinden und je mehr du sitzt, desto mehr stagniert auch deine Psyche. Denn wenn du lange in einer schlechten Haltung sitzt, kann es sein, dass du nicht richtig atmest. Dein Körper merkt diesen Unterschied sofort und sendet deswegen Stresshormone aus, die sich negativ auf deine Psyche auswirken. Gehirnsport im wahrsten Sinne des Wortes ist angesagt! Ansonsten kann es ganz schnell dazu kommen, dass du dich permanent müde und unausgelastet fühlst, was leider sehr oft in schlechter Laune mündet. In sehr ernsten Fällen kann es sogar in einer Depression oder einem Burnout enden.

Was kannst du dagegen tun?

Die Antwort scheint simpel: mehr Bewegung! Aber wie, wenn man gefühlt den halben Tag an einen Bürostuhl gefesselt ist? Also, wenn du schon mehr oder weniger dazu gezwungen bist, den Großteil des Tages zu sitzen, dann wenigstens richtig. Ein wichtiger Schritt zur Besserung ist auf jeden Fall eine ordentliche Sitzhaltung. Und vergiss, was dir in der Schule eingetrichtert wurde – bleib auf keinen Fall die ganze Zeit still sitzen! Im Gegenteil, binde kleinere Bewegungen ein, sodass dein Körper nicht in einer Position verharrt. Eine Möglichkeit ist beispielsweise das Auflegen eines Beins auf das andere. So bist du etwas dynamischer in deiner gesamten Sitzhaltung und kannst einfacher auch mal das Bein wechseln. Eine Alternative dazu wäre das Anziehen eines deiner Beine an deinen Oberkörper. So entsteht eine Bewegung, die einer Kniebeuge nahekommt. Wechsel auch hier regelmäßig dein Bein, um nicht aus Versehen eine Seite zu vernachlässigen.

Was ebenfalls hilft:

Auch der sogenannte Fersensitz, wobei du dich wortwörtlich auf deine Fersen setzt, ist nicht nur eine Wohltat für deine eingerosteten Gelenke und Muskeln, sondern soll sich auch positiv auf deine Verdauung auswirken. Generell solltest du, falls möglich, versuchen, alle halbe Stunde einmal aufzustehen und dich zu strecken oder auch ein paar Schritte zu gehen. Unterschätz die Wirkung davon nicht: Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für dich. Und jeder dieser Schritte ist ein Schritt in die richtige Richtung. Also, los geht’s!

Mit den Klick auf den Play-Button wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt. Mehr erfahren Sie in der Datenschutzerklärung.

Das könnte Dich auch interessieren

Chiron-Center Welche Auswirkungen hat das lange Sitzen im Büro?

Fehler beim Faszienrollen

Chiron-Center Welche Auswirkungen hat das lange Sitzen im Büro?
Chiron-Center Welche Auswirkungen hat das lange Sitzen im Büro?

Fibromyalgie

Chiron-Center Welche Auswirkungen hat das lange Sitzen im Büro?
Chiron-Center Welche Auswirkungen hat das lange Sitzen im Büro?