Faszientraining gegen Stress

Stress ist wie der nervige kleine Bruder oder die aufmüpfige kleine Schwester – einfach immer da, wenn man ihn nicht brauchen kann und bringt einen auf die Palme. Trotzdem ist er nicht wegzudenken und für manche Menschen sogar notwendig, um produktiv zu werden. Dass das nicht gut ist, wissen wir mittlerweile vermutlich alle. Und mehr noch – heutzutage ist man sich mehr denn je des Zusammenspiels von Körper und Geist bewusst. Stress ist grob gesagt eine Manifestation des Bewältigungsaufwands einer besonderen Anforderung. Ausnahmezustand also. Was aber, wenn der Geist permanent im Ausnahmezustand steht? Die Warnsignale werden durch den Körper mitgeteilt. Wenn der Körper anfängt ohne offensichtlichen Grund zu schmerzen, kann das ein starker Indikator dafür sein, dass dein Stresslevel zu lange zu hoch ist. Was also tun? Eine Möglichkeit ist ein Faszientraining gegen Stress. Dies bekämpft direkt die Ursache und die Symptome in einem.

Was ist eigentlich Stress?

 Stress kann sowohl von innen als auch von außen kommen. Das heißt, du kannst dich selbst stressen oder jemand oder etwas anderes stresst dich. Das sind in der Regel Reize, die deinem Körper ein außergewöhnliches Maß an Bewältigungspotential abverlangen. Deine Reaktion ist das, was wir unter Stress verstehen. Tatsache ist aber, dass er die Art, wie wir mit diesen Belastungsreizen umgehen, ausmacht, ob es positiver oder negativer Stress ist. Das variiert von Person zu Person und je nach Coping-Mechanismen, über die das Individuum verfügt. Ein gutes Beispiel dafür sind Menschen, die auf Bühnen stehen. Manche machen dies unglaublich gerne und bekommen durch die Aufregung, die mit diesen immensen Reizen einher geht, ein positives Gefühl, während andere vor Aufregung kaum atmen können. Bei Letzteren ist das Stresslevel zu hoch und wird als eindeutig negativ interpretiert.

Stress im Alltag

Der Alltagsmensch steht jetzt vielleicht nicht jeden Tag auf der Bühne, ist aber dennoch durch Arbeit, Anforderungen oder Mitmenschen, einer hohen Stressbelastung ausgesetzt. Das fatale bei Alltagsstress ist jedoch, dass es keinerlei akute Bedrohung gibt, der es zu entkommen gilt. Das was weitgehend unter Fight, Flight, Freeze or Fawn bekannt ist, findet somit kaum Anwendung. Das Resultat – der Körper weiß nicht wohin mit seiner unausgeglichenen Energie und die Anspannung bleibt bestehen und kann nicht entladen werden. Und dann?

Chiron-Center Faszientraining gegen Stress

Was macht Stress mit Faszien?

 

Wie schon in dem Beispiel mit dem Auftritt auf der Bühne beschrieben, verspüren Menschen in Stresssituationen eine gewisse Aufregung. Ob diese als positiv oder negativ wahrgenommen wird ist für die Hormonausschüttung erst einmal irrelevant. Es wird auf jeden Fall Adrenalin in den Körper gepumpt. Damit bist du quasi zu allem bereit! Darauf folgt das Stresshormon Cortisol, das deine Energiereserven auffüllt. In solchen Momenten kannst du damit rechnen, dass dir jemand sagt: Du wirkst etwas angespannt.

Ausschüttung von Stresshormonen

Denn genau das ist es, was in dir auch vorgeht, wortwörtlich. Durch die Ausschüttung der Hormone läuft dein Körper auf Hochtouren, um dich reaktionsbereit zu machen, komme was wolle. Das betrifft auch deine Faszien, das dazugehörige Gewebe und deine Muskeln. Nun stell dir vor du hebst eine Hantel und lässt sie aber nicht mehr los. Dein ganzer Körper ist angestrengt und angespannt und auf die Dauer würde das ganz schön wehtun, oder? Im Prinzip ist es das, was Stress mit dir und deinem Bindegewebe macht. Die chronische Anspannung der Faszien führt nach und nach dazu, dass sie ihre anfängliche Elastizität verlieren. Dadurch wiederum fangen diese an zu verkleben und letztendlich zu verfilzen.

Ist es an einem solchen Punkt angekommen, kannst du dies als Schmerz wahrnehmen. Denn während deine gesunden Faszien noch ein biegsames und durchlässiges Gewebe waren, sind sie in verfilzter Form nicht mehr dazu Imstande. Das führt unweigerlich zu einer schlechteren Durchblutung, einem damit einhergehenden erschwerten Sauerstofftransport und auch einem mangelnden Abtransport der Abfallstoffe. Außerdem engen sie so die feinen Nervenendungen im Gewebe ein, was zur Ausschüttung von Schmerzsignalen führt.

Was kann man dagegen tun?

 

Ausquetschen wie einen Schwamm – nein, wirklich! Wenn durch Selbstmassagen mit Faszienrollen oder -bällen das Gewebe einmal kräftig ausgequetscht wird, hat es wieder Platz frische Gewebeflüssigkeit aufzunehmen. Das regt den Stoffwechsel des Fasziengewebes erheblich an und erleichtert es auch weiterhin. Zudem hilft die Massage beim Entspannen der Muskulatur, wodurch die Verhärtung und Verfilzung graduell „aufgeweicht“ wird. Eine regelmäßige Anwendung fördert zudem die Produktion von Kollagenfasern, welche dem Fasziengewebe wieder auf den Sprung helfen können, denn sie machen das ganze wieder deutlich geschmeidiger. Das hilft auch den Muskeln dabei, sich wieder zu strecken und sich zu verlängern ohne Schmerzsignale aussenden zu müssen.

Fazit

Einige Forscher habe herausgefunden, dass vor allem der Rücken als wunder Punkt für emotionalen Stress und die damit kommenden verhärteten Faszien ist. Wenn du also anfängst dich zu wundern, warum dir immer alles wehtut, obwohl du dich genug bewegst, dann wirf auch mal einen Blick in dein Inneres. Wenn da nämlich nicht alles im Gleichgewicht ist, trägt sich das auch nach Außen und lässt dich angespannt wirken. Hilf deinen Faszien dabei, das Ganze wieder locker zu sehen!

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