Hand in Hand: Faszien und Psyche

Körper und Geist. Dass dein Körper und dein Geist und somit deine Faszien und deine Psyche miteinander verbunden sind, ist keine Neuheit mehr. Trotzdem wird es allzu oft in den Hintergrund gekehrt und vernachlässigt. Zwischen den beiden Instanzen findet eine permanente Wechselwirkung statt. Der Körper hat Einfluss auf deine Psyche und deine Psyche hat einen ebenso großen Einfluss auf das Wohlbefinden deines Körpers. Im Prinzip eine sinnvolle Symbiose, oder? In unserer Zeit gehört Stress jedoch so zum Alltag wie der Kaffee am Morgen und belastet unsere Psyche sehr. Für die meisten geht es gar nicht mehr ohne! Und das macht sich in deinem Körper bemerkbar:
Psychosomatische Folgen wie Rücken- oder Gelenkschmerzen, Verdauungsprobleme, Bluthochdruck und Migräne streiten sich mit psychischen Folgen wie Angststörungen und Depressionen um den Platz der häufigsten Symptome. Nun magst du vielleicht denken, ändern kann man ja sowieso nichts, der Stress wird ja nicht einfach weggehen – aber gegen den Schmerz lässt sich vorgehen!
Aber welche Rolle spielen diese ominösen Faszien dabei? Was passiert, wenn diese verkleben und wie hilft dir ein Nudelholz für den Körper, dass mittlerweile scheinbar alle zum Entspannen nutzen?

Was sind Faszien?

Faszien sind mittlerweile fast schon zu einem Trendwort geworden. Doch was ist das überhaupt? Faszien sind eine Form von Bindegewebe, das sich über deine Muskeln, Fasern und Organe legt. Du kannst dir das quasi wie ein Spinnennetz überall in deinem Inneren vorstellen. Okay, stell es dir vielleicht doch lieber nicht vor – sonst kannst du heute Abend nicht mehr schlafen. Trotzdem sind Faszien wirklich beeindruckend in ihrer Funktion. Als eine Art weiche Schutzhülle ummanteln und betten sie das Innere deines Körpers ein und dienen als Verbindungsglied. In manchen Definitionen werden sie sogar als Sinnesorgan bezeichnet, denn das Fasziensystem hilft dir, deinen eigenen Körper wahrzunehmen.

Schmerz und Faszienverhärtung

Wachst du manchmal auf und bist noch erschöpfter als vor dem Schlafengehen? Oder hast du das Gefühl, du hast dich in einen verrosteten Blechmann verwandelt und wunderst dich, ob dein Umfeld dich schon quietschen hört? Wie schon zuvor erwähnt, kann sich Stress in einer Vielzahl von psychosomatischen Symptomen ausdrücken. Ein Resultat von andauerndem ist die Faszienverhärtung, mit der eine Verklebung der Faszien einhergeht.

Chiron-Center Hand in Hand: Faszien und Psyche

Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist es gar nicht so abwegig: Wie fühlst du dich, wenn du Stress hast? Naja, gestresst vermutlich, aber rein körperlich wirst du auch merken, dass du, vielleicht unterbewusst, stark angespannt bist. Stell dir vor, du würdest eine Faust machen und einfach nicht mehr lockerlassen, das würde auf die Dauer ganz schön wehtun, oder? Genauso geht es beispielsweise deinem Rücken oder Nacken.

Der permanente Stress führt zu Muskelverspannungen und wenn der Stress sich zusätzlich Ängste dazu holt, kämpfst du gegen ein wirklich fieses Schurken-Duo. Die Ängste senden nämlich Signale an dein Gehirn, wodurch Hormone ausgesandt werden, die unter anderem zu weiteren Verspannungen führen, da dein Körper keine akute Gefahr an sich ausmachen kann und demnach keinen Nutzen aus deiner Stress- oder Angstreaktion ziehen kann. Diese Hormone bewirken zusätzlich, dass sich deine Faszien in deinem ganzen Körper auf die Dauer verkürzen oder verkleben können, was zu großflächigen Schmerzen führen kann.

Die gute Nachricht ist, du kannst was dagegen machen!

Wie Faszienrollen sich auf die Psyche auswirken können

Du kennst doch das Sprichwort „Du bist, was du isst“. Magst du Pizza? Eine zu essen kann auch positiv zu deinem psychischen Wohlbefinden beitragen, aber worauf wir eigentlich hinauswollen: Mit dieser Methode zum Stressabbau kannst du dich förmlich wie eine Pizza fühlen! Oder mehr wie der Teig, denn ein immer populärer werdender Ansatz gegen Stress und für eine gesunde Psyche sind Faszienrollen oder eine Faszientherapie. Das ist aber keineswegs ein völlig neuer Ansatz: Schon der amerikanische Arzt A.T. Still, Begründer der Osteopathie, sah die Faszien als eine Art ‚Außenstelle des Gehirns‘, die ebenso gepflegt werden sollten wie die Hauptzentrale. Faszien sind überall in deinem Körper verteilt und mit fast allen Einheiten in Verbindung, kein Wunder also, dass sie einen solch großen Einfluss auf dein Wohlbefinden haben.

Wenn du nun die Möglichkeit hast, dich körperlich zu entspannen, wirkt sich das unweigerlich auch positiv auf deine Psyche aus. Du kannst dir das ein bisschen so wie beim Lach-Yoga vorstellen. Dabei ahmt man zunächst das lachen nach, bis man in tatsächliches Lachen verfällt – also quasi ‚fake it ‘till you make it‘! Forscher haben herausgefunden, dass selbst einfach so zu tun, als ob man lacht, dem Gehirn schon suggeriert, dass man glücklich ist und somit Endorphine ausschütten sollte. So können Faszien ebenfalls positiv oder entspannend auf deine Psyche einwirken. Während du es deinem Körper erlaubst und ihm dazu verhilfst, zu entspannen, nimmt er deine Psyche an die Hand und hilft dieser auch dabei. Deine Muskeln werden lockerer, deine Atmung reguliert sich und dein Gehirn wird entlastet. Durch die Faszienrollen trägst du zu einer besseren Durchblutung bei und potenzielle Schadstoffe werden effektiver aus den Faszien abgetragen. Zurück bleibt ein durch und durch entspanntes und erleichtertes Gefühl, wovon auch deine Psyche auf die Dauer nur profitieren kann!

Faszi(e)nierend, oder?

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